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Nordkurier, 07.06.2020: Individuelle Prüfungsaufgaben wegen Corona-Schulausfall gefordert

Foto: Bernd Wüstneck
(Symbolbild)

Quelle: https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/individuelle-pruefungsaufgaben-wegen-corona-schulausfall-gefordert-0739614306 07.06.2020

 

Die Schulen in MV sollen die Prüfungsaufgaben im kommenden Jahr selbst erstellen dürfen, fordert der Landeselternrat

 

 

LANDESELTERNRAT


Wegen der coronabedingten Schulschließungen kann ein Teil des Unterrichtsstoffs nicht vermittelt werden. Schüler, die nächstes Jahr ihr Abitur oder die Mittlere Reife ablegen, soll dadurch kein Nachteil entstehen.

 

 

Schwerin.
Der Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern fordert für die Prüfungen zum Abitur und zur Mittleren Reife im kommenden Jahr eigene Prüfungsaufgaben für jede Schule. So solle verhindert werden, dass den Schülern Nachteile wegen des Unterrichtsausfalls aufgrund der Corona-Krise entstehen, sagte der Vorsitzende des Landeselternrates, Kay Czerwinski. Die Anfragen besorgter Eltern häuften sich.

 

„An den einzelnen Schulen konnten unterschiedliche Unterrichtsinhalte nicht vermittelt werden”, sagte er. Deshalb müsse es den Schulen erlaubt werden, ihren Schülern nächstes Jahr eigene Aufgaben für die Abschlussprüfungen zu stellen und dabei die Lücken zu berücksichtigen. In der Kultusministerkonferenz müsse geklärt werden, dass die Abschlüsse bundesweit anerkannt werden.


Czerwinski: Situation in MV besonders dramatisch


Nach Czerwinskis Worten ist die Situation in Mecklenburg-Vorpommern besonders dramatisch, weil der Nordosten zu den Bundesländern mit einem besonders frühen Ferienbeginn in diesem Jahr gehört. Die Zeugnisse werden bereits am 19. Juni ausgegeben. „In Bundesländern mit einem späteren Sommerferien-Start haben die Schulen noch die Möglichkeit, in den kommenden Wochen Unterrichtsstoff aufzuholen. In Mecklenburg-Vorpommern ist das nicht möglich.” Es drohe eine Benachteiligung der Jugendlichen im Nordosten.


Die Elftklässler an den Gymnasien und die Neuntklässler an den Regionalen Schulen erhalten seit dem 4. Mai wieder Unterricht – allerdings nicht in vollem Umfang, wie Czerwinski betonte. Die Schulen waren Mitte März geschlossen worden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.


Czerwinski begrüßte die vom Bildungsministerium geschaffene Möglichkeit für die Schüler, in den Ferien kostenlos Nachhilfe zu nehmen, um Lücken zu schließen. Dafür hat das Land eine Million Euro bereitgestellt. Schüler können bei privaten Nachhilfe-Anbietern Stunden nehmen; die Rechnung will das Land begleichen.

07.06.2020 10:51 Uhr
– Quelle: https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/individuelle-pruefungsaufgaben-wegen-corona-schulausfall-gefordert-0739614306

BILDUNG IN MV: Landeselternrat fordert Masterplan für das kommende Schuljahr

Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Kay Czerwinski, Vorsitzender des Landeselternrates

Quelle: https://www.svz.de/28348467 

von Joachim Mangler (dpa) 16.05.2020

 

 

 

 

Die Corona-Krise hat das gesamte gesellschaftliche Leben radikal verändert. Die Schulen sind davon massiv betroffen. Der Verlauf des kommenden Schuljahres müsse jetzt dringend geklärt werden, fordert der Landeselternrat.

 

Der Landeselternrat hat angesichts der schwierigen Situation der Schulen einen Masterplan für das kommende Schuljahr gefordert. Darin müsse auf jede Schulart, Anzahl der zur Verfügung stehenden Lehrer und jeden möglichen Pandemieverlauf eingegangen werden, sagte der Ratsvorsitzende Kay Czerwinski der Deutschen Presse-Agentur. „Dafür brauchen wir dringend eine Ist-Analyse." Der Überblick über die Situation sei momentan verloren gegangen. Die Schullandschaft in Mecklenburg-Vorpommern sei zu heterogen. Manche Schulen seien im Soll, manche hinkten hinterher.

 

Geduld gefordert

 

Gleichzeitig forderte Czerwinski die Eltern auf, Geduld zu bewahren. „Es wäre verantwortungslos zu fordern, jetzt alle Schulen aufzumachen." Dabei nahm er das Bildungsministerium in Schutz. Da die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, müssten die Klassen verkleinert werden. Dann aber fehlten die Räumlichkeiten. Zudem falle etwa ein Drittel der Lehrer als Zugehörige der Risikogruppe vom Unterricht in der Krise aus.

Angesichts der schulischen und sozialen Bedeutung des Präsenzunterrichts sollten trotzdem alle Anstrengungen unternommen werden, die Schüler in die Schule zu bekommen. So könnten Sporthallen in große Klassenräume umgestaltet werden, in denen mehrere Klassen gleichzeitig unterrichtet werden. Parallel dazu müsse die Digitalisierung der Schulen mit aller Kraft angegangen werden. Auch da hänge Mecklenburg-Vorpommern weit zurück.

 

„Wir können vielfach nicht von Online-Unterricht sprechen, sondern nur von Online-Aufgabenverteilung.“  Kay Czerwinski, Vorsitzender des Landeselternrats

 

So könne es aber keine Interaktion geben.

 

Gerade mache es sich extrem negativ bemerkbar, dass in Mecklenburg-Vorpommern der Termin der Sommerferien sehr früh sei. Deshalb müsse dieses Schuljahr abgehakt werden. „Die Rahmenpläne können nicht mehr erfüllt werden", betonte Czerwinski. Er kritisierte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD). Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin hatte die Meinung vertreten, dass die Schüler im nächsten Jahr nicht unverhältnismäßig viel Stoff werden nachholen müssen.

Mit dieser Äußerung habe sich Hubig selbst disqualifiziert, erklärte Czerwinski. „Bei den 11. Klassen ist ein Semester weggebrochen." Es sei zu befürchten, dass die Länder mit großem politischen Einfluss das Geschehen bestimmten und die Interessen von Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern nicht beachtet würden.

 

– Quelle: https://www.svz.de/28348467 ©2020

„Gute Schule in M-V“ 

 

Interessenvertretungen und Gewerkschaften gründen Bündnis

 

Am 4. März 2019 hat sich auf Initiative der Schulleitungs-vereinigung M-V, des Landeseltern-rates und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft M-V das „Bündnis für Gute Schule in M-V“ gegründet. Damit wollen Vertreter-innen und Vertreter der Zivilgesell-schaft abseits von Parteipolitik Lösungen finden und Antworten geben auf die drängendsten Fragen in der Bildungspolitik. Sie eint die große Sorge um die Entwicklung einer zukunftsfähigen guten Schule für alle Kinder und Jugendlichen. Das Bündnis will sich einmischen, damit die Expertise der Beteiligten in Zukunft nicht mehr überhört und übergangen werden kann. Anlass zur Gründung war jüngst das Verfahren zur Beratung der Schulgesetznovelle und die Entwicklung eines inklusiven Schulsystems im Land, welche die Bündnispartner*innen als völlig unzureichend betrachten. Nach wie vor sind wesentliche Voraussetzungen personeller, inhaltlicher, baulicher und sächlicher Art nicht geklärt. Aus ihrer Sicht erhält die Schulpolitik in der Landespolitik im Grundsatz zu wenig Priorität. Mitglieder des Bündnisses sind: der Landeselternrat, der Landesschülerrat, die Schulleitungsvereinigung M-V, der Grundschulverband M-V, der Verband Sonderpäda-gogik, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft M-V, der Verband Bildung und Erziehung M-V und der Philologenverband M-V.

 

Konkret fordert das „Bündnis für Gute Schule in M-V“:

  • die Schaffung der sächlichen, baulichen, inhaltlichen und personellen Voraussetzungen für eine gute inklusive, ganztägige wie digitale Schule in M-V, d.h. grundsätzlich mehr Ressourcen für schulische Bildung

  • die Verabschiedung des Schulgesetzes erst nach Klärung und Bereitstellung dieser Bedingungen

  • Maßnahmen gegen den dramatischen Personalmangel und für eine Stärkung der Attraktivität des Arbeitsplatzes Schule

  • Verbesserung der Beratung/Zusammenarbeit zwischen Politik und Zivilgesellschaft

 

Das Bündnis erwartet von der Politik nun die Aufnahme von Gesprächen noch in innerhalb dieses Monats. Bereits zum nächsten Bündnistreffen am 8. April besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Treffens. Geplant sind außerdem die  Durchführung öffentlicher Aktionen, wie etwa Demonstrationen, Volksinitiativen und Ähnliches. Interessengruppen aus der Zivilgesellschaft, die sich der Bündnisarbeit anschließen wollen, sind zur Mitarbeit herzlich eingeladen.

Ehrenamtsdiplom für engagierte Delegierte aus dem Landeselternrat MV

Am 20. April 2018 wurden auf der Frühjahrsplenartagung in Plau fünf engagierte Elternvertreter mit dem Ehrenamtsdiplom gewürdigt. Übereicht wurde die Ehrung an Marc Meister, Solveig Grasse, Jörg Hendrich, Carsten Dieste und Ivonne Mirow. (Siehe Foto von links nach rechts. Auf dem Foto fehlt Ivonne Mirow)

 

04./05. Mai 2018 Thementag unter dem Motto

„DIE SCHULE DER ZUKUNFT - 24 Stunden für die digitale Bildung in M-V“ in Neubrandenburg.

17.03.2018 Gemeinsame Fachtagung des Gymnasialausschusses und des Gesamtschulausschusses in Schwerin zum Thema: "Übergang von der Orientierungsstufe zum Gymnasium"

25./26.01.2018 Treffen in Güstrow

Am 25. und 26. Januar 2018 traf sich der Vorstand mit engagierte Elternvertreter des LER aus ganz MV zu einer zweitägigen Strategiesitzung in Güstrow. Die Elternvertreter waren sich einig, dass die beste Voraussetzung für das Gelingen von "Schule" tatsächlich erteilter Unterricht ist und fordern daher eine Erhöhung der Stundenzuweisung um 112,3 %, um fortbildungs- und krankheitsbedingten Lehrerausfall zu kompensieren. Weiterlesen 

08.12.2017 Konstituierende Sitzung des neuen Vorstandes

 

Am 28.11.2017 traf sich der neugewählte Vorstand des Landeselternrates Mecklenburg-Vorpommern zu seiner ersten und zugleich konstituierenden Sitzung in Rostock.

Es wurden die geplanten Aufgabenstellungen für die nächsten 6 Monate besprochen und entsprechend der Fähigkeiten der jeweiligen Vorstandsmitglieder verteilt.

 

Die nächste Sitzung ist für den 19.12.2017 geplant.

28.11.2017 - Neuer Vorstand gewählt!

Die Herbstplenartagung vom Landeselternrat Mecklenburg- Vorpommern fand vom 24.-25.11.2017 in Rostock unter dem Thema „Elternarbeit - Ehrenamt vielfältig motiviert“ statt.

Elternvertreter der 6 Landkreise und 2 kreisfreien Städte trafen sich, um die aktuellen bildungspolitischen Probleme in konstruktiven Sitzungen zu besprechen.

Im Zuge der Herbstplenartagung wurde auch der Vorstand neu gewählt.

Herr Kay Czerwinski aus Rostock ist neuer Vorsitzender des Landeselternrates.

Unterstützt wird er dabei von seinen Stellvertretern Frau Stefanie Kirsch aus Nordwest- Mecklenburg und Herr Dr. Robert Uhde, ebenfalls aus der Stadt Rostock.

Zum Vorstand gehören weiter Frau Ursula Lüdtke VR, Frau Christiane Gotte LUP, Frau Steffi Reimer VG, Herrn Frank Molzow NWM, Herr Kai Bisanz LRO und Herr Torsten Zarnikow MSE.

18.10.2017 Treffen zur "Inklusion"

Vertreter des Landeselternrats trafen sich am 18.10.2017 mit Vertretern der GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft), des Städte- und Gemeindetags, der Schulleitungsvereinigung und des Landesschülerrats getroffen und über das weitere gemeinsame Vorgehen zur Begleitung der Umsetzung der Inklusionsstrategie des Landes M-V beraten. Der LER hat in diesem Gespräch nochmals auf die dringende Notwendigkeit der Hilfe für Schüler, Eltern und Lehrer in der jetzigen Situation hingewiesen. Diese benötigen die gleiche Aufmerksamkeit wie die notwendigen Weichenstellungen für die Zukunft. Kurzfristig wird von den beteiligten Gremien, Verbänden und Institutionen ein gemeinsamer Prioritätenplan abgestimmt, der dann Frau Ministerin Hesse vorgelegt werden soll.

09.10.2017 Vorstandssitzung in Rostock

Der Vorstand des LER hat sich am 09.10.2017 in Rostock getroffen. Gegenstand der Beratung war die weitere Vorbereitung der Herbstplenartagung 2017. 

Es wurde über die Sachstände der Gespräche zur Umsetzung der Gründung eines Inklusionsbeirats mit der GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) und Frau Ministerin Hesse berichtet.

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